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Nationalfeiertag der Roma - in Schweden feiern 25.000

Publicerat tisdag 8 april 2008 kl 14.52

Der 8. April ist der Nationalfeiertag der Sinti und Roma. Seit 1971 erinnern die Sinti und Roma an diesem Datum an ihren ersten internationalen Kongress in London. Damals erkannte die Uno die Roma als ethnische Minderheit an. In Schweden leben etwa 25.000 der weltweit 15 bis 20 Millionen Roma. Seit 2001 sind sie als eine der fünf Minderheiten in Schweden anerkannt, schon seit 1999 ist Romani offizielle Minderheitensprache. Viele junge Roma finden inzwischen, dass ihnen nicht mehr so viele Vorurteile entgegenschlagen wie früher. Doch verschwunden sind die Vorurteile trotz Minderheitenstatus nicht.

„Geht man in ein Geschäft, hat man als Rom sofort einen Ladendetektiv auf den Fersen“, erzählt Erland Caldaras, Vorsitzender des Vereins junger Roma in Malmö. „Die warten schon auf dem Parkplatz auf uns und folgen uns in den Laden und auch wieder heraus. Ich könnte die eigentlich genauso gut fragen, ob sie nicht meine Tüten tragen wollen.“

Nomadendasein kein Kulturmerkmal

Den täglichen Umgang mit Vorurteilen nimmt auch Jurastudent Robert Brisenstam eher mit Humor. Im Gespräch mit der Romani-Redaktion des Schwedischen Rundfunks antwortete er auf die Frage, was die Kultur der Roma beinhaltet: „Kennzeichen unserer Kultur ist jedenfalls nicht das Nomadendasein. Das war auch nie so. Man trifft natürlich immer wieder Leute, die sagen: In dem und dem Land habe ich aber gesehen, dass die Roma immer noch in ihren Wohnwagen leben. Guckt man aber genauer, warum die Roma so viel umherziehen, dann hat das vor allem soziale und finanzielle Gründe. Krieg, Verfolgung, Armut spielen eine große Rolle. Aber manchmal liegt es auch einfach am Beruf. Als fahrender Händler zieht man unweigerlich herum.“

Roma können sich heute besser wehren

Für Maria Leissner, Vorsitzende der Delegation für Roma-Fragen, ist es unübersehbar, dass die Roma nach wie vor diskriminiert werden. „Die Roma sind die am stärksten marginalisierte Gruppe in Schweden und in Europa. Ich befürchte, dass die Vorurteile nicht abgenommen haben. Das zeigt die Zahl der Anzeigen beim Ombudsmann gegen ethnische Diskriminierung. Anzeigen von Roma sind bei der Behörde überrepräsentiert. Das Gute ist allerdings, dass die Roma heute besser über ihre Rechte Bescheid wissen.“ 

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