Strafvollzug

Häftlinge bekommen überalterte Medikamente

Drogensüchtige Insassen schwedischer Haftanstalten werden beim Entzug mit überalterten Medikamenten behandelt, die nicht so wirksam sind wie neuere Präparate. Die Justizbehörden geben zu, dass der schwedische Staat damit gegen internationale Abmachungen verstößt, die auch Schweden unterzeichnet hat. Die Bestimmungen besagen, dass Strafgefangene das Recht auf gleiche medizinische Versorgung haben wie alle Bürger.  

Lars Håkan Nilsson, leitender Mediziner beim Strafvollzug räumt ein, dass in den Haftanstalten heute noch ein Entzugsmittel verwendet wird, das längst nicht mehr im Handel ist: 

„Allgemein betrachtet ist das heute ein offensichtlich überholtes Präparat. Die neuen Medikamente lindern die oft schmerzhaften und manchmal auch gefährlichen Symptome des Entzugs weit besser.“

Der Hersteller des in den Haftanstalten verwendeten Medikaments hatte die staatliche Heilmittelbehörde bereits vor drei Jahren aufgefordert, das Präparat von der Verkaufsliste zu streichen.

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