Hauseigene Brunnen enthalten oftmals Gifte

Fast jeder fünfte Brunnen in Schweden übersteigt den Richtwert für Uran. Auch Radon und Arsen treten oft in zu hoher Konzentration auf. Das zeigen neue Analysen des staatlichen Geologischen Forschungsinstituts in Uppsala.

Dass Brunnenwasser Metalle genauso wie radioaktive Substanzen enthalten kann, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Doch nun wollten es die Forscher aus Uppsala sowie Mitarbeiter des staatlichen Strahlenschutzinstituts genauer wissen und untersuchten landesweit 750 Brunnen. Das Ergebnis ist alarmierend: In vielen Gebieten nämlich treten das Krebs erregende Arsen auf, aber auch Radon und Bor – und zwar in hoher Konzentration.

Wasserprobleme schnell beheben

Laut Weltgesundheitsorganisation reicht ein Milligramm Arsen pro Liter für eine akute Vergiftung. Kettil Svensson, Toxikologe bei der Lebensmittelbehörde bestätigt, dass bei Arsenvorkommen besondere Vorsicht geboten ist.

„Sind über zehn Milliliter Arsen im Wasser, sollte man das Problem beheben. Je höher die Konzentration, desto schneller sollte man tätig werden.“

Das Metall Bor kam bei den Untersuchungen besonders häufig auf der Insel Gotland vor sowie im südschwedischen Skåne. Trotz teilweise erhöhter Konzentration bestehe jedoch keine Gefahr, gibt Toxikologe Kettil Svensson Entwarnung: „Da ist ein großer Spielraum mit einberechnet. Wenn der Wert also doppelt oder dreifach so hoch ist wie der Richtwert, braucht man sich noch keine Sorgen zu machen.“

Millionen Betroffene

Direkt betroffen von den Untersuchungsergebnissen sind 1,2 Millionen Schweden, die ihr Trinkwasser aus dem eigenen Brunnen beziehen. Noch einmal so viele trinken Brunnenwasser, wenn sie sich in ihren Sommerhäusern aufhalten. Grundsätzlich treten die Stoffe häufiger bei größeren, gebohrten Brunnen auf, aber auch bei selbst gehobenen Brunnen empfiehlt das Geologische Forschungsinstitut, die Wasserqualität zu analysieren. Sollte das Wasser verunreinigt sein, helfen besondere Filter oder spezielle Belüftungstechniken.

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