Schwedische Spezialeinheit im Tschad
Streitkräfte

Kritisierter Offizier leitet Verband im Tschad

Der jüngste Skandal bei den Streitkräften zieht weitere Kreise. Erst kürzlich deckte das Schwedische Fernsehen auf, dass ein Oberstleutnant während des Einsatzes schwedisch-französischer Friedenstruppen im Kongo Zeuge von Folter gewesen sein soll. Anschließend habe er versucht, den Vorfall zu vertuschen. Wie der Schwedische Rundfunk meldet, leitet der betroffene Offizier nun trotz massiver interner Kritik den schwedischen Einsatz im Tschad. Weiter stellte sich heraus, dass schwedische Soldaten offenbar keine Ausbildung darin erhalten, wie sie sich bei Verletzungen des Völkerrechts verhalten sollen. Im Verlauf des Freitagnachmittags beschloss jedoch die oberste Leitung der Streitkräfte, den Oberstleutnant von seinem Dienst freizustellen.

Der Chefjurist der Streitkräfte, Stefan Ryding-Berg, bestätigte im Schwedischen Rundfunk: „Die Ausbildung für Auslandseinsätze ist dieselbe wie für alle anderen Missionen. Die Soldaten verfolgen genau die Entwicklung im aktuellen Fall im Kongo. Sie wissen also, dass es eine Meldepflicht gibt. Genaue Verhaltensregeln haben wir allerdings noch nicht aufgeschrieben.“

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