Reinfeldt bittet um Freilassung der refangenen Regimekritiker
Schweden – China

Reinfeldt: „Offene Gespräche mit China“

Bei seinen Gesprächen mit Chinas Präsident Hu Jintao hat Schwedens Ministerpräsident Reinfeldt um die Freilassung von Regimekritikern gebeten. Medienberichten zufolge überreichte Reinfeldt während seines offiziellen Besuchs in China eine Liste mit Namen von dreizehn Gefangenen, darunter auch der Menschenrechtler Hu Jia. Reinfeldt bezeichnete die Gespräche im Schwedischen Rundfunk als konstruktiv: „Es gibt wohl nicht viele vor mir, die solche Dialoge mit Hu Jintao geführt haben. Ich sehe das als Beispiel dafür, dass sich die Kontakte mit diesem Land verändern. Die Gespräche waren offen, direkt und gingen von wirklichen Problemen aus. Wir haben deutlich gemacht, dass wir im gemeinsamen Dialog Veränderungen herbeiführen wollen.“

In Schweden lobte die Chefin von Amnesty International Reinfeldts Einsatz für die Dissidenten als „ausgezeichnet“. Auch die Vorsitzende der Sozialdemokraten, Mona Sahlin, begrüßte Reinfeldts Kehrtwende: „Ich finde es sehr gut, dass der Ministerpräsident von seinen Prinzipien abgerückt ist und doch konkrete Namen von Gefangenen genannt hat. Doch ich finde es seltsam, dass er darüber nicht schon am vergangenen Donnerstag im Reichstag berichten konnte.“

Am Montag trifft Reinfeldt mit Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao zusammen. Beim Treffen sollen sieben neue Verträge unterzeichnet werden, etwa zur besseren Zusammenarbeit der Behörden beim Umweltschutz.

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