Mehr Schwangerschaftsabbrüche

Die Zahl von Abtreibungen setzt sich weiter fort in. Im vergangenen Jahr wurden 37 200 Abtreibungen ausgeführt, eine Zunahme von zwei Prozent gegenüber 2006.

Laut Chefärztin Lena Marions, Leiterin der Abtreibungsabteilung am Karolinska Krankenhaus Stockholm, liegt diese Zunahme hauptsächlich an einer ungenügenden Anwendung von Empfängnisverhütungsmitteln.

Im Schwedischen Rundfunk betonte Marions, die Zunahme an Chlamydien und anderen Geschlechtskrankheiten sei ein Beweis dafür, dass Verhütungsmittel viel zu wenig angewendet werden: ”Es ist beängstigend und verweist darauf, dass man grössere Risiken eingeht, sowohl was ungewollte Schwangerschaften also auch Infektionen betrifft.”
Laut dem Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen werden die meisten Abtreibungen in der Altersgruppe zwischen 20 und 24 Jahren ausgeführt, wobei sich die Zahl bei Teenagern um zwei Prozent vermindert hat. 37 Prozent aller Frauen, die im letzten Jahr eine Abtreibung durchführten, hatten mindestens schon eine Abtreibung hinter sich und viele hatten mehrere hinter sich. Chefärztin Marions meint, dass Frauen über die Risiken bei wiederholten Abtreibungen informiert werden müssen: ”Man muss sich an diese Frauen schon in der Klinik wenden, damit ihnen geholfen werden kann, ein gutes Verhütungsmittel zu finden.”

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