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Arbeitskampf

Streik im Gesundheitswesen ausgeweitet

Publicerat måndag 5 maj 2008 kl 14.20

Der Streik im schwedischen Gesundheitswesen weitet sich aus. Zu Beginn der dritten Woche des Arbeitskampfes traten am Montag mittag weitere 3 500 Krankenschwestern und Pfleger in den Ausstand. Insgesamt streiken damit inzwischen rund 7 000 Beschäftigte.

Eine derjenigen, die sich am Montag dem Streik angeschlossen haben, ist Ann-Kristin Nidsjö, Krankenschwester und Gewerkschaftsbeauftragte im westschwedischen Trollhättan. Sie hofft auf konkrete Ergebnisse des Arbeitskampfes, vor allem auf Einkommensverbesserungen, die das Personal für angemessen hält:

„Es wird Zeit, dass etwas geschieht und der Streik etwas von dem bewirkt, das wir wollen. Wir haben das Gefühl, dass wir von allen Seiten im Gesundheitswesen unterstützt werden.“   

Auf Seiten des öffentlichen Arbeitgebers macht man sich Sorgen über die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung. Marianne Jansson ist Verwaltungschefin im Gesundheitswesen der småländischen Stadt Nässjö. Sie sieht wachsende Probleme, je länger der Streik dauert:

„Die Versorgungsgarantie ist nur schwer einzuhalten. Wir versuchen sicherzustellen, dass wenigstens die Patienten mit akuten Beschwerden behandelt werden. Aber neue Termine können wir nicht buchen.“

Die zentrale Gesundheitsverwaltung der schwedischen Gemeinden sieht schon jetzt erhebliche Defizite bei der Versorgungsgarantie. Abteilungsleiter Roger Molin nennt Zahlen:

„Für jeden vierten Patienten schaffen wir das nicht mehr. Und die Lage wird sich weiter verschlimmern. Für eine ganze Reihe von Patienten mussten geplante Operationen abgesagt werden. Je länger der Arbeitskonflikt dauert, desto ernster werden die Folgen.“

Der Streikforscher Christer Törnqvist sieht die öffentliche Meinung auf Seiten der Streikenden. Er beschreibt die Haltung der Bürger vorsichtig so:

„Man kann schwerlich sagen, dass sie dem Arbeitgeber die Schuld geben, aber sie haben Sympathien für das Personal, in diesem Fall für die Krankenschwestern.“

Der Forscher bescheinigt der zuständigen Gewerkschaft denn auch besonnenes Vorgehen:

„Eines hat man jedenfalls richtig gemacht: Man ist nicht mit dem Vorschlaghammer gekommen, sondern man hat den Streik allmählich ausgeweitet und damit gezeigt, dass man nicht mit Härte vorgehen will. So zeigt man guten Willen und erreicht damit, dass man die öffentliche Unterstützung nicht verliert.“

Diese Unterstützung ist sicher eine der stärksten Waffen der Streikenden. Aber sie könnte stumpf werden, je länger der Ausstand dauert. Denn die Geduld der betroffenen Patienten dürfte in dem Maße schwinden, in dem das Warten auf eine Lösung weh tut.

Klaus Heilbronner

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