Russisch-georgische Spannungen

Bemühungen um Entspannung im Abchasien-Konflikt - Bildt und weitere vier EU-Außenminister in Tiflis

Außenminister Carl Bildt ist zu Gesprächen mit der Führung Georgiens nach Tiflis geflogen. Auch die Außenminister aus vier anderen EU-Ländern sind in die georgische Hauptstadt gereist. Anlass und Thema der geplanten Gespräche sind die zunehmenden Spannungen zwischen Georgien und Russland wegen des Gebietsstreits um die Schwarz-Meer-Region Abchasien. Nach dem Zerfall der Sowjetunion hatte sich die zu Georgien gehörende Provinz 1992 für unabhängig erklärt. In dem Konflikt hat Russland für Abchasien Partei ergriffen. Bildt kritisierte die Haltung Moskaus:  

„Russland hat einen Schritt nach dem anderen getan. Es gibt eine ständige Eskalation von russischer Seite durch verbale Attacken sowie durch gesetzliche und auch militärische Maßnahmen. Sie richten sich gegen die territoriale Unversehrtheit Georgiens und beschwören die Gefahr einer gewaltsamen Auseinandersetzung herauf.“

Zusammen mit seinen Amtskollegen aus Polen, Litauen, Lettland und Slowenien will sich der schwedische Außenminister um eine Entschärfung der Lage bemühen. Auf die Frage, ob die Ministergespräche den Charakter einer Friedensmission haben, sagte Bildt:

„Das ist nicht der Auftrag, jedenfalls nicht heute. Auf lange Sicht kann sich das anders entwickeln, aber im Augenblick gibt es eine akute Krise, und da ist es wichtig zu zeigen, dass Georgien die Unterstützung der Umgebung und Europas hat.“

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade ljud i menyn under Min lista