Die organisierte Kriminalität lässt grüssen: Bombenattentat auf das Haus einer Staatsanwältin
KRIMINALITÄT

Aktionsplan gegen das organisierte Verbrechen

Die wachsende organisierte Kriminalität soll mit neuen Mitteln bekämpft werden. Justizministerin Beatrice Ask hat jetzt von einer Expertengruppe Vorschläge für ein Maβnahmenpaket entgegengenommen. Unter anderem sollen sich landesweit neun Aktionsgruppen als Speerspitze gegen das organisierte Verbrechen formieren. Dieser Vorschlag der Experten fand bei der Ministerin sofort ungeteilten Beifall:

“Ich finde, das ist ein vernünftiger und gut ausgearbeiteter Vorschlag, er hat Hand und Fuβ. Ich werde die Landespolizeibehörde beauftragen, damit zielgerichtet weiter zu arbeiten, sodass wir die Sache bald auf den Weg bringen können“, sagt Beatrice Ask.

Von den Aktionsgruppen erhofft sie sich eine bessere Mobilisierung gegen das organisierte Verbrechen, mehr Effektivität und gröβere Schlagkraft. 200 Polizisten sollen laut Vorschlag insgesamt in den neuen Aktionsgruppen arbeiten. Fragen nach möglichen Schwierigkeiten bei der Finanzierung weist die Justizministerin zurück:

“Innerhalb dieser Legislaturperiode kommen insgesamt 2500 neue Polizisten hinzu. Es wäre merkwürdig, wenn wir einen doch vergleichsweise kleinen Teil dieses Kontingents nicht für diesen wichtige Aufgabe nutzen könnten.“

Dem Vorschlag der Gründung einer zentralen Spezialpolizeieinheit nach dem Vorbild des amerikanischen FBI kann Justizministerin Ask ebenso wenig abgewinnen wie der neue Polizeichef Bengt Svenson. Das würde allzu viel Neuorganisation erfordern und eine zu starke Zentralisierung schaffen, meint Beatrice Ask. Sie antwortet nun also mit dem Modell regionaler Aktionsgruppen. Die 200 neuen Polizisten sollen unter anderem die kriminellen Motorrad-Gangs im Auge behalten. Auβerdem soll der so genannte operative Rat der Polizei mächtiger werden, und die Geheimpolizei Säpo soll an der Bekämpfung der organisierten Kriminalität mitwirken. Säpo-Chef Anders Danielsson:

“Dabei wird es vor allem darum gehen, so früh wie möglich jene Individuen aus der organisierten Kriminalität zu entdecken, die Politiker, Behördenvertreter oder Journalisten bedrohen wollen, also Menschen, die in einer demokratischen Gesellschaft wichtig sind.“

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