Krankenschwestern fordern 2.300 Euro Bruttomindestlohn
Streik im Gesundheitswesen

Nach fünf Wochen 10.000 eingestellte Operationen

Wegen des andauernden Streiks im Gesundheitswesen sind bereits an die 10.000 Operationen ausgesetzt worden. Weiter warten rund 30.000 Patienten auf einen neuen Arzttermin. Wie eine Untersuchung des Schwedischen Rundfunks zeigt, planen mehrere Provinziallandtage verlängerte Arbeitszeiten nach Streikende ein sowie mehr Aktivität während der Sommermonate, um die Wartezeiten zu verkürzen. Während des Sommers werden in schwedischen Krankenhäusern für gewöhnlich keine Operationen anberaumt. Die Provinziallandtage rechnen daher mit erheblichen Mehrkosten.

Zurzeit streiken rund 7.000 Gewerkschaftsmitglieder. Nach fünf Wochen Streik konnten sich die Konfliktparteien noch nicht auf höhere Gehälter für Schwestern und Pfleger einigen. Sollten die Schlichter bis nächste Woche nicht zu einem Ergebnis kommen, wird der Streik noch einmal erheblich ausgeweitet. Dann sollen am 29. Mai insgesamt 10.000 Krankenschwestern die Arbeit niederlegen.

Unterstützung erhielten die Streikenden von mehreren Jugendverbänden. Blockübergreifend sprachen sich die Vorsitzenden der Jungen Konservativen, der Jusos sowie des Jugendverbandes der Zentrumspartei in einem Artikel der Tageszeitung ”Göteborgs-Posten” dafür aus, dass sich Ausbildung lohnen müsse. Es sei eine Selbstverständlichkeit, dass lebenswichtige Berufe einen gerechten Lohn verdienten.

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