Weiträumig abgesperrt: Kernkraftwerk Oskarshamn
Sabotage-Verdacht

Mutmaßliche Bombe im Kernkraftwerk Oskarshamn

Im Kernkraftwerk Oskarshamn ist am Dienstag ein Sabotageakt verhindert worden. Medienberichten zufolge wurden zwei Personen festgenommen. Aufgrund einer mutmaßlichen Bombe wurden weite Teile des Kernkraftwerks abgesperrt. Offenbar hatte mindestens ein Arbeiter versucht, Sprengstoff in die Anlage zu schmuggeln. Dabei handelte es sich um relativ kleine Mengen eines hochexplosiven Stoffes. Sprengstoffexperten aus Malmö sollen mit Hilfe von Spürhunden das Gelände untersuchen. Laut Polizei bleibt das Kraftwerk in Betrieb.

Über die Identität der Festgenommen wollte die Polizei bislang nichts sagen. Ebenso wenig ist bekannt, inwieweit die beiden Komplizen sind. Allerdings sollen beide Männer Angestellte eines Subunternehmens sein und erst seit Mai im Atomkraftwerk arbeiten. Sven-Erik Karlsson, Einsatzchef der Polizei in Oskarshamn, sagte im Schwedischen Rundfunk: „Die Polizei weiß noch nicht allzu viel über die Identität der Männer. Sie sind jedenfalls nicht vorbestraft. Nun jedoch werden sie verhört wegen des Verdachts auf Sabotage, und das bedeutet, dass wir schon bald mehr über diese Personen wissen werden.”

Vom deutschen Betreiber E.ON waren beschwichtigende Worte zu vernehmen. Ein Sprecher betonte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, es habe sich bei dem Vorfall zu keinem Zeitpunkt um eine Bombendrohung oder eine andere Form von Attentat gehandelt.

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