Sitz der Entwicklungshilfeorganisation Sida in Stockholm: Immer wieder muss sich die Behörde wegen Ungereimtheiten rechtfertigen
Entwicklungshilfe

Keine Anklage wegen Korruptionsverdacht

Trotz Verdachts auf Korruption wird die Staatsanwaltschaft im Falle mehrerer von Schweden finanzierten Entwicklungshilfeprojekte in Afrika keine Anklage erheben. Das meldet das Schwedische Fernsehen. Demnach hält die Korruptionseinheit der Staatsanwaltschaft die Beweislage für nicht ausreichend. Vor zwei Jahren hatte eine Untersuchung deutliche Mängel bei mehreren Projekten festgestellt. So seien Entwicklungshilfegelder veruntreut und Papiere gefälscht worden, diverse Projekte hatten noch gar nicht begonnen. Infolge der Kritik des Staatlichen Rechnungshofes hatte auch die zuständige Entwicklungshilfeorganisation Sida eine Untersuchung vor Ort eingeleitet und war ebenfalls auf Ungereimtheiten gestoßen.

Trotzdem sei die Staatsanwaltschaft nun gezwungen, die Dinge auf sich beruhen zu lassen, erklärte Björn Blomkvist von der Korruptionseinheit im Schwedischen Fernsehen: „Die Beweislage in solchen Fällen ist meist sehr schwierig. Wir sprechen hier von äußerst korrupten Milieus, wo Papiere einfach verschwinden, und von Geschehnissen, die sich fern von Schwedens Grenzen abspielen. Leider bedeutet der Umgang mit Entwicklungshilfegeldern immer ein Risiko.“

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