Korruption

Bestechungsverdacht bei der Einwanderungsbehörde

Die schwedische Migrationsbehörde hat gegen einen ihrer Angestellten Ermittlungen wegen des Verdachts der passiven Bestechung eingeleitet. Es geht um den Vorwurf, der Mann habe Flüchtlingen gegen Bezahlung Aufenthaltsgenehmigungen erteilt. Der Sicherheitsbeauftragte der Behörde, Mikael Ribbenvik, äußerte sich im Schwedischen Rundfunk betroffen : 

„Falls die Beschuldigungen zutreffen sollten, wäre es ja äußert ernst, dass einer unserer Angestellten versucht, Menschen in schwieriger Lage so zu täuschen.“

Ein Asylbewerber aus Afghanistan hatte den Fall ins Rollen gebracht, als er mit seinem Handy heimlich ein Gespräch aufzeichnete, in dem der Behördenangestellte dem Flüchtling anbot, er könne das Bleiberecht für umgerechnet 4 500 Euro kaufen. Solche Praktiken schloss der Sicherheitsbeauftragte nachdrücklich aus:

„Wir haben ein System, wonach Asylbeschlüsse jeweils von zwei Mitarbeitern gefasst werden. Danach prüfen die Abteilungsleiter den Inhalt der Beschlüsse. Ein einzelner Angestellter kann so etwas also gar nicht allein entscheiden.“

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