Bisher zu freigiebig mit der Bewilligung von persönlichen Assistenten?
Pflege

Versicherung bezahlt ungern persönliche Assistenten

Die staatliche Versicherung „Försäkringskassan“ hat bei der Bewilligung von persönlichen Assistenten für Behinderte ihre Regeln verschärft. Das meldet der Schwedische Rundfunk unter Berufung auf interne Dokumente. Demnach habe etwa ein Mensch, der selbständig essen kann, kein Anrecht mehr auf einen persönlichen Assistenten. Keine Rolle soll künftig spielen, ob der Betroffene sein Essen auch selbst zubereiten oder schneiden kann. Das Essen mundgerecht zu schneiden, ist laut Versicherungskasse kein grundlegendes Bedürfnis. Mitarbeiter Tomas Sundberg sagte im Schwedischen Rundfunk: „Das Zentrale ist unserer Meinung nach, dass Menschen Hilfe beim Essen bekommen. Wenn einwandfrei feststeht, dass jemand allein essen kann, kann man nicht mit Hilfe rechnen.“

Noch ist unklar, wie viele Menschen mit Behinderung zukünftig ohne persönlichen Assistenten auskommen müssen. Fest stehe nur, dass einige Zweigstellen in der Vergangenheit zu großzügig mit der Bewilligung gewesen seien. Juristin Sofia Tedsjö, die mehrere Betroffene vertritt, reagierte im Schwedischen Rundfunk geschockt auf die neuen Regeln der Versicherung: „Ich finde das schlimm, denn das ist doch nicht der Sinn des Gesetzes. Das Gesetz sagt, dass Menschen mit Behinderung so gute Lebensbedingungen haben sollen wie alle anderen auch. Die neuen Regeln sind ein Schritt weg vom Gesetz.“

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