Sozialpolitik

Regierung soll mehr für alte Bürger tun

Die schwedische Sozialbehörde hat die Regierung aufgefordert, ihre Politik im Bereich Altenfürsorge zu verbessern. In einem in Stockholm vorgelegten Bericht kritisiert die Behörde besonders den Umgang mit alleinstehenden älteren Bürgern, die psychische Probleme haben.

Dazu heißt es, statt diesen Menschen Gesprächstherapien anzubieten, würden ihnen oft der Einfachheit halber Psychopharmaka verschrieben. Die leitende Sozialarbeiterin Susanne Rolfner-Suvanto hat an dem jetzt vorgelegten Bericht mitgewirkt. Ihre Forderung an die verantwortlichen Politiker lautet:

„Auf Landesebene ist es wichtig, dass die Regierung in ihre sozialpolitische Planung für psychiatrische Betreuung auch die Menschen einbezieht, die älter als 65 Jahre sind.“

Aus dem Bericht der Sozialbehörde geht hervor, dass rund 400 000 schwedische Bürger im Rentenalter über psychische Probleme klagen. Das sind 4,5 Prozent der gesamten Bevölkerung des Landes.

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