Schweden/Irak

Schweden richtet Irak-Konferenz aus

Internationale Hilfe für den Wiederaufbau des Irak ist das Thema einer Konferenz, die gerade in Upplands Väsby nördlich von Stockholm vorbereitet wird. Wichtigste Teilnehmer sind UN-Generalsekretär Ban Ki-Mun, die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice und der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki.

Der gastgebende schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt schilderte in einem Interview die Beweggründe seiner Regierung für die Irak-Initiative:

„Man flieht dorthin, wo man sich mehr erhofft, und deshalb flieht man nach Schweden. Aber die Frage ist: Sollen alle flüchten oder sollten wir uns darum bemühen, annehmbare Lebensbedingungen für die zu schaffen, die zurückbleiben?“

Tausende Iraker haben in Schweden um Asyl gebeten. Vielen von ihnen wird die Aufnahme verweigert. Dazu Reinfeldt:

„Ich will, dass die Menschen nach Möglichkeit selbst entscheiden können. Und dann haben wir ja die Regel, dass letztlich die Gerichte entscheiden, ob ein Asylersuchen begründet ist.“

Der Schwedische Rundfunk fragte den UN-Sonderbeauftragten für den Irak, Staffan de Mistura, welche Bedeutung er der bevorstehenden Konferenz für das arabische Land beimisst. Seine Antwort:

„Große Bedeutung. Dies ist ein entscheidender Abschnitt in der irakischen Geschichte. Es ist das Jahr, in dem wir alle in einem Boot mit den Irakern sitzen. Entweder wird der Irak zu einem souveränen, stabilen und handlungsfähigen Land, oder es kommt in der Region zum Chaos.“

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