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Wer nicht an seinen Arbeitsplatz zurück kann...
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... soll umschulen, gern auch in einer anderen Stadt.
Gesundheit

Neue Regeln zur Krankenversicherung sorgen für Proteste (4. Juni)

Der Gesetzesvorschlag zu verschärften Regeln der Krankenversicherung sorgt weiter für Proteste. Bereits am Dienstag demonstrierten Gegner des Gesetzes vor dem Reichstag. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, kommt Kritik an dem strengeren Gesetz auch von Forscherseite. Der Vorschlag sieht unter anderem Einschnitte bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall vor. Statt den heute 80% soll der Satz ab einem Jahr Krankschreibung auf 75% des Gehalts sinken. Weiter soll ein Arbeitnehmer schon nach einem halben Jahr Kranksein gezwungen werden können, auch in einer anderen Region Schwedens Arbeit zu suchen. Außerdem plant die Regierung eine Obergrenze für Langzeitkrankschreibungen. Diese soll bei zweieinhalb Jahren liegen.

Von den verschärften Regeln erhofft sich die Regierung, dass die Betroffenen schneller auf den Arbeitsmarkt zurückkehren. Kerstin Ekberg, Professorin für Rehabilitation im Arbeitsleben an der Universität Linköping, sagte im Schwedischen Rundfunk: „Teilweise hat das sicher zur Folge, dass mehr Menschen zur Arbeit gehen, obwohl sie eigentlich nicht gesund sind. Ich halte das für keine gute Entwicklung.“

Das Gesetz soll bereits am 1. Juli in Kraft treten. Am Mittwoch konnte sich das Parlament nach einer hitzigen Debatte allerdings noch nicht auf einen Beschluss einigen.

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