TERRORBEKÄMPFUNG

Schwedische Staatsbürger unter Terrorverdacht

Ein Schwede marokkanischer Herkunft ist in Marokko zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters wurde der 55-Jährige für schuldig befunden, Freiwillige für die Bekämpfung der unter US-Befehl stehenden Truppen im Irak angeworben zu haben.

Als Unternehmer hatte der Mann von Schweden aus häufig Reisen nach Marokko unternommen, wo er 2006 festgenommen wurde und sich seitdem in Untersuchungshaft befand. Dem Schweden sowie weiteren 29 in dem Prozess Verurteilten werden Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Qaida vorgeworfen. Der 55-Jährige bestreitet die Vorwürfe und will nach Aussage seines Anwalts in Berufung gehen.

Unterdessen sind die beiden in Somalia gebürtigen Schweden, die Ende Februar wegen Terrorverdachts festgenommen worden waren, aus der Untersuchungshaft in Schweden entlassen worden. Der Verdacht bleibe aber bestehen, hieβ es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Die Männer würden nur deshalb auf freien Fuβ gesetzt, weil man nicht mehr davon ausgehe, dass sie die Ermittlungen behindern könnten. Die Männer sollen seit 2006 regelmäβig Geld an terroristische Gruppen in Somalia gesendet haben. Mehrere somalische Vereinigungen in Schweden hatten gegen ihre Festnahme protestiert.

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