Anna-Lindh-Preis

Burmesische Bürgerrechtlerin hofft auf internationale Unterstützung

Die burmesische Bürgerrechtlerin Khin Omar hat die internationale Staatengemeinschaft dazu aufgerufen, die Demokratiebestrebungen in ihrem Heimatland zu unterstützen. In einem Interview des Schwedischen Rundfunks sagte Khin Omar:

„Es gibt die Möglichkeit, dass die Menschen in Burma selbst eine Veränderung herbeiführen. Aber es macht Angst, daran zu denken, was geschehen kann, wenn die Weltgemeinschaft nicht bereit ist, diese Bestrebungen zu unterstützen. Dann wird es Chaos geben, mehr Blutvergießen und mehr Töten.“

Khin Omar betonte, dass sie große Hoffnungen in die noch immer unter Hausarrest stehende Gegnerin der burmesischen Militärjunta, Aung San Suu Kyi, setzt:

„Sie ist die Führungsfigur, die im Stande ist, alle Kräfte zu vereinen, um gemeinsam den Weg zur Demokratie zu beschreiten. Und wenn die Generäle bereit wären, mit ihr zu gehen, dann würden alle anderen politischen Kräfte des Landes hinter ihr stehen.“

Khin Omar hält sich in Stockholm auf, um den diesjährigen Anna-Lindh-Preis entgegenzunehmen. Das Preiskomitee würdigt mit der Auszeichnung das Eintreten der Gründerin des Netzwerkes Burma Partnership für demokratische Reformen in Myanmar. Der Anna-Lindh-Preis wurde zum Gedenken an die 2003 ermordete schwedische Außenministerin geschaffen. Er wird jährlich an Frauen vergeben, die sich für Demokratie und Menschenrechte einsetzen.

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