Zimbabwe-Reaktionen

Schweden über Zuspitzung in Simbabwe besorgt (23. Juni)

Schwedens Botschafter in Simbabwe, Sten Rylander, hat sich bestürzt über die bedrohliche Zuspitzung der Lage in dem afrikanischen Land geäußert. In einem Telefon-Interview des Schwedischen Rundfunks sagte der Botschafter, die Ausschreitungen gegen Anhänger des Oppositionsführers Morgan Tsvangirai nähmen ständig zu:   

„Es gibt nur noch Gewalt und Unterdrückung. Alles, was die Opposition sagt und tut, wird in den Medien totgeschwiegen. Jugendliche Milizbanden ziehen herum und bedrohen und schlagen Menschen. Man kann nicht vorhersehen, was noch geschehen wird.“

Wegen der Übergriffe von Anhängern des im ersten Wahlgang unterlegenen Präsidenten Robert Mugabe hat die Opposition ihre Teilnahme an der bevorstehenden Stichwahl abgesagt. Mindestens 80 Menschen wurden bereits getötet. Mugabe hat erklärt, er werde sich von niemandem aus dem Amt drängen lassen.

Der schwedische Außenminister Carl Bildt äußerte sich besorgt über die Lage. Im Schwedischen Rundfunk sagte Bildt:

„Das ist eine politische Tragödie und eine humanitäre Katastrophe. Nicht zuletzt trägt Südafrika große Verantwortung, denn dank seiner wirtschaftlichen Unterstützung hat das Land großen Einfluss in Simbabwe. Aber auch Sambia, Angola und Tansania haben sich ja deutlich geäußert.“

Die Organisation Afrikanischer Länder betonte in einer Erklärung, die Zuspitzung der Lage gebe Anlass zu tiefer Besorgnis.

Die Vereinigten Staaten und Großbritannien kündigten an, sie würden die Krise im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zur Sprache bringen.