Entwicklungshilfe

Schweden überdenkt Hilfsleistungen für Simbabwe

Die Spirale der Gewalt in Simbabwe hat in Schweden zu einem Umdenken in der Entwicklungshilfepolitik geführt. Das berichtet der Schwedische Rundfunk. Laut Entwicklungshilferat in Harare, Göran Engstrand, finanziere Schweden fast nur noch humanitäre Einsätze und Projekte zur Unterstützung der demokratischen Kräfte im Land. An die Regierung in Harare flössen keine Gelder. Insgesamt beläuft sich die schwedische Entwicklungshilfe für Simbabwe auf umgerechnet knapp 15 Millionen Euro.

Entwicklungshilfeministerin Gunilla Carlsson betonte im Schwedischen Rundfunk, dass Simbabwe dringend eine neue Regierung bräuchte. Dann sei das Land auch in der Lage, von Beitragszahlungen unabhängig zu werden. Selbst die Unterstützung zu humanitären Zwecken sei nicht unproblematisch, so Carlsson: „Man sollte in manchen Fällen durchaus darüber nachdenken, ob man humanitäre Hilfen unterlassen sollte - wenn sich zeigt, dass ein Regime die Gelder zweckentfremdet. Burma ist dafür ein schreckliches Beispiel. In Simbabwe dagegen haben wir aufgrund der umfassenden Hungerkatastrophe die Chance in Kontakt mit der Bevölkerung zu kommen und sie positiv zu beeinflussen. Diese Chance sollten wir auf keinen Fall aufgeben.“