Jugendpsychiatrie

Sozialminister will Extramittel zuschießen

Um die Wartezeiten innerhalb der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu verkürzen, schießt die Regierung umgerechnet gut 20 Millionen Euro zu. Im Schwedischen Rundfunk bezeichnete Sozialminister Göran Hägglund es als großes Problem, dass hunderte Kinder und Jugendliche länger als drei Monate auf einen Arzttermin warten müssten. Die Pflegegarantie sieht vor, dass jeder Patient innerhalb von drei Monaten ärztliche Hilfe bekommen soll. Sozialminister Hägglund hatte im vergangen Jahr sogar vorgeschlagen, dass Kinder maximal einen Monat warten sollten.

Die nun veranschlagten 20 Millionen sollen die Provinziallandtage selbständig verwalten. Psychiatrieexpertin Ing-Marie Wieselgren kritisierte die Summe im Schwedischen Rundfunk als unzureichend: „Die Regierung hat mehrfach behauptet, dass sie sich besonders der Psychiatrie annehmen will, und da erwarten wir weit mehr Einsatz als bisher geschehen. 20 Millionen klingt erstmal toll und bringt kurzfristig Erfolg – aber sie reichen nicht.“