Verbraucherschutz

Prozess um Wodkawerbung auf Weihnachts-Zipfelmütze

Das Amt für Verbraucherschutz hat beim Arbeitsmarkts-Gerichtshof Klage gegen das Alkoholunternehmen Vin & Sprit eingereicht. Der Vorwurf: Vin & Sprit habe gegen die gesetzlich vorgeschriebene Zurückhaltung bei der Alkoholwerbung verstoßen. Das Amt beruft sich auf Angaben der Verbraucherschutzbehörde, Konsumentombudsman. Diese hatte beanstandet, dass Vin & Sprit bei einer Adventsfeier im vergangenen Dezember in einem Restaurant der Stadt Karlskoga Weihnachtszipfelmützen mit aufgedruckter Wodkawerbung verteilt hatte. Das sei nicht zulässig gewesen, befand das Amt.

Ein Sprecher erläuterte im Schwedischen Rundfunk:

”An dieser Zipfelmütze ist rein gar nichts neutral, sachlich oder informativ. Vielmehr handelt es sich um einen ausgemacht schlechten Scherz, der auf Gefühle und Stimmungen abzielt. Die Leute sollen ermuntert werden, mehr Explorer-Wodka zu kaufen, denn es soll wohl schick sein, zu Weihnachten eine Explorer-Zipfelmütze zu tragen.”

Dass die Klage erst jetzt eingereicht wurde, liegt nach Angaben der Behörde daran, dass sich Vin & Sprit geweigert hat, die Zipfelmütze aus dem Werbeprogramm zu nehmen.