Fischereipolitik

Fangverbot für bedrohten Nordsee-Dorsch im Gespräch

Der Dorschbestand in der Nordsee ist nach Feststellungen des Internationalen Meeresforschungsrates weiterhin bedroht. Die Organisation möchte deshalb für das kommende Jahr ein völliges Dorsch-Fangverbot erreichen.

Martin Pastoors vom Forschungsrat sagte gegenüber dem Schwedischen Rundfunk:

„Die Zahl der Jungfische ist etwas geringer, als wir erwartet haben. Deshalb empfehlen wir, die Fangquote für den Dorsch 2009 auf Null zu senken.“

Ein Fangverbot würde die schwedischen und dänischen Fischer im Skagerrak und im Kattegatt besonders treffen. Schwedens Fischereiminister Eskil Erlandsson bestätigt, dass er deshalb in Kontakt mit der Regierung in Kopenhagen steht:

„Ich habe schon mit meinem dänischen Kollegen darüber gesprochen, was wir gemeinsam tun können. Bei den EU-Verhandlungen des vergangenen Jahres haben wir nicht die Ergebnisse erzielt, die ich mir gewünscht hatte. Nun kann ich vielleicht zusammen mit meinem dänischen Kollegen etwas dafür tun, den Dorschbestand wieder auf das gewünschte Maß anzuheben.“

Als mögliche Kompromisslösung nannte der Minister ein begrenztes Fangverbot während der Laichzeiten des Dorsches.