Radio/Fernsehen

Gutachten zur Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks präsentiert

Die Intendantinnen des Schwedischen Rundfunks und Fernsehens sehen drastische Kürzungen und infolgedessen Änderungen im Programmangebot auf ihre Anstalten zukommen. Hintergrund ist die am Montag präsentierte Untersuchung im Auftrag der Regierung zur Zukunft des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks. Gutachterin Rose-Marie Frebran schlägt darin vor, die Höhe der bewilligten staatlichen Mittel für die kommenden sechs Jahre auf zwei Prozent festzulegen – unabhängig von der Inflation.

Kerstin Brunnberg, Intendantin des Schwedischen Rundfunks, sagte zu dem Vorschlag: „Für die Hörer kann dies insofern eine Verschlechterung bedeuten, als wir vielleicht gezwungen werden, einige unserer Lokalradiostationen zu schließen. Wir müssen uns auch fragen, ob wir alle unsere Auslandskorrespondenten behalten können und die Radiosymphoniker in ihrer jetzigen Größe. Diese Fragen werde ich gemeinsam mit dem Vorstand erörtern müssen.“

Weiter sieht der Vorschlag vor, dass die drei öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten entgegen früherer Vermutungen nicht fusionieren sollen. Gutachterin Frebran sieht dennoch künftig noch mehr Möglichkeiten der Kosten sparenden Zusammenarbeit. Das Schwedische Fernsehen soll laut Vorschlag weniger Programme sponsern lassen. Anstelle von Fernsehgebühren solle künftig eine Public-Service-Gebühr entrichtet werden, damit deutlich wird, dass damit auch das Angebot des Schwedischen Rundfunks finanziert wird.