Abhörgesetz

Oberbefehlshaber der Streitkräfte: „Rasterfahndung ist unerlässlich“

In die andauernde Diskussion über das umstrittene Abhörgesetz hat sich erstmals der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, Håkan Syrén, eingemischt. Im privaten Fernsehsender TV4 bezeichnete Syrén die Debatte als unglücklich und verfahren. Zwar wollten die Menschen einerseits einen Militärgeheimdienst, andererseits aber die Persönlichkeitsrechte schützen. In der heutigen digitalen Welt ließen sich diese beiden Welten jedoch nicht getrennt voneinander betrachten, so Syrén. Weiter betonte der Oberbefehlshaber, dass die Informationen mit Hilfe der Rasterfahndung für die Streitkräfte unerlässlich seien.

Als Beispiel nannte Syrén im Schwedischen Rundfunk die schwedischen Hercules-Transportflugzeuge beim Einsatz in Afghanistan: „Wenn wir überschaubare Risiken eingehen wollen, wenn wir professionell und mit einer angemessenen Truppenstärke auftreten wollen, dann brauchen wir Informationen über unseren Gegner oder über die entsprechende Situation. Ein Mittel zur Balance in diesen Fragen ist die Rasterfahndung.“