Öffentlicher Nahverkehr

Busfahrerstreik geht in zweite Runde

In der Nacht zum Donnerstag wird der Busverkehr in Stockholm erneut still stehen. Die Verhandlungen der Konfliktparteien wurden am späten Montagabend ergebnislos ausgesetzt. Damit geht der Busfahrerstreik in die zweite Runde. Betroffen sind diesmal nur die Innenstadtlinien. Der Verkehr im Großraum läuft normal.

Vergangene Woche war der Streik nach vier Tagen beendet worden, nachdem sich die Konfliktparteien wieder an einen Tisch gesetzt hatten. Die Angestelltengewerkschaft schlug nun das Angebot der Arbeitgeberseite aus. Das Angebot erfülle bei Weitem nicht die Forderungen der Gewerkschaft für die Fahrer der privaten Busunternehmen.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Verkürzung der Arbeitszeit auf höchstens 13 Stunden sowie eine Lohnerhöhung um 12,5 Prozent auf drei Jahre.

Der Chef der Arbeitgeberverbandes der Busunternehmen, Peter Jeppsson, sagte im Schwedischen Rundfunk: „Wir sind der Gewerkschaft in allen Punkten entgegen gekommen. Offensichtlich reicht den Vertretern das nicht, so lange wir den Forderungen nicht hundertprozentig entsprechen. Die Gewerkschaft will Lohnsteigerungen, die weit über dem Schnitt auf dem Arbeitsmarkt liegen. Das ist unangemessen und für uns nicht bezahlbar.“

Die Gewerkschaft kündigte einen ausgedehnten Streik an, sollte die Arbeitgeberseite nicht ein besseres Angebot unterbreiten. Von dem Streik betroffen ist als weitere Region neben Stockholm auch Västerbotten.