Soziales

Sabuni: Immer mehr Schweden am Rande der Gesellschaft

Integrationsministerin Nyamko Sabuni hat die Vorsitzende der Sozialdemokraten, Mona Sahlin, für die Ausbreitung von Problemgebieten im Land verantwortlich gemacht. Einem Bericht im Auftrag der Regierung zufolge ist die Zahl der Problemgebiete in den vergangenen vier Jahren von 126 auf 156 geklettert. Hauptverantwortung dafür trage Sahlin, die in der Vorgängerregierung maßgeblich zur gesellschaftlichen Fehlentwicklung beigetragen habe, so Sabuni. Betroffen davon seien fast 500.000 Menschen.

Den Rand der Gesellschaft ermittelte der Bericht anhand von Beschäftigungsgrad, schulischen Leistungen und Wahlbeteiligung. Besonders schwierig sei die Situation demzufolge in den Gemeinden Malmö, Landskrona und Botkyrka bei Stockholm. Es sei nicht verwunderlich, dass die rechtspopulistischen Schwedendemokraten gerade in diese Gemeinden viele Wähler hätten, so die Integrationsministerin.

Volkswirt Ingvar Nilsson mit Spezialgebiet Marginalisierung kommentierte im Schwedischen Rundfunk die Tatsache, dass in Schweden noch immer eine Million Menschen im arbeitsfähigen Alter ohne Arbeit ist - die Mehrheit von ihnen Einwanderer: „Der überwiegende Teil der Einwanderer und Flüchtlinge kommt ja kaum hier her, um der Gesellschaft auf der Tasche zu liegen, sondern weil sie ein besseres Leben führen wollen. Mein Eindruck von der bürgerlichen Regierung bisher ist, dass sie versucht, hier einiges zu verbessern. Die Arbeitslinie macht in jedem Fall einen besseren Eindruck als die der Beitragszahlungen.“