Ernährung

Regierung will private Lebensmittelkontrollen

Das schwedische Ernährungsministerium erwägt, die gesetzlichen Kontrollen der Lebensmittelqualität an private Unternehmen zu übertragen. Die Regierung erhofft sich davon finanzielle Einsparungen und einen geringeren Verwaltungsaufwand.

Rosén ist staatliche Nahrungsmittelprüferin. Sie beurteilt die Pläne zurückhaltend:

„Ich weiß nicht, wie das funktionieren soll, denn es ist doch unklar, wie im Ernstfall die behördliche Befugnis umgesetzt werden kann. Beispielsweise kann doch eine private Firma niemals die Schließung eines beanstandeten Restaurants verfügen.“

Die angestrebte Kosteneinsparung ist nach Roséns Ansicht unrealistisch. Sie betont, schon jetzt gebe es nur ein Minimum an staatlicher Lebensmittelüberwachung. So müssten Gaststätten nur mit einer Kontrollstunde pro Jahr rechnen.

Ernährungsminister Eskil Erlandsson hält an seinen Plänen fest, räumt aber ein:

„Falls sich irgendwelche Risiken herausstellen, werden wir das neue System nicht einführen. Hauptziel bleibt, dass wir gesunde und sichere Nahrungsmittel in unseren Geschäften haben. Das müssen wir mit Hilfe eines Kontrollapparates garantieren. Aber wir können die eigenen Prüfungen verringern, indem wir private Qualitätskontrolleure verpflichten, mit denen schon jetzt mehrere Lebensmittelketten zusammenarbeiten.“

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