Kriminalität

Anklage gegen mordverdächtige Deutsche erhoben

Im Fall des zweifachen Kindesmordes in der mittelschwedischen Stadt Arboga hat die Staatanwaltschaft am Mittwoch Anklage gegen die tatverdächtige deutsche Staatsbürgerin erhoben. Die 32jährige Frau hatte vor längerer Zeit ein Verhältnis mit dem Lebensgefährten der Kindesmutter, die bei der Tat schwer verletzt wurde, sich aber nicht an den Hergang erinnern kann. Die verdächtige Deutsche hielt sich am Tattag in Arboga auf, bestreitet aber das Verbrechen.

Nach Ansicht ihres Verteidigers Per-Ingvar Ekblad reichen die Verdachtsmomente gegen seine Mandantin nicht für eine Anklageerhebung:

„Es gibt nichts weiter als gewisse Umstände, die nach Auffassung des Gerichts so konkret sind, dass sie Inhaftierung und Anklage rechtfertigen. Ich bin anderer Meinung als das Amtsgericht.“

Die 32jährige war wenige Wochen nach der Tat vom 17. März in Deutschland festgenommen und Ende April nach Schweden ausgeliefert worden. Sie befindet sich seither in Västerås in Untersuchungshaft. Der Prozess gegen sie beginnt in der kommenden Woche.

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