Drogen

Arzneimittelbehörde will Fenazepam-Verbot

Die schwedische Arzneimittelbehörde hat beantragt, den Internet-Handel mit dem Beruhigungsmittel Fenazepam zu verbieten. Grund sind die sich häufenden Fälle von Vergiftungen nach unsachgemäßer Handhabung des Mittels.  

Per-Åke Sandvold ist Abteilungsleiter bei der Arzneimittelbehörde. Im Schwedischen Rundfunk erklärt er, warum das bisher zugelassene Mittel als Droge eingestuft und damit verboten werden soll:

„Von vielen dieser im Internet vertriebenen Drogen weiß man forschungsmäßig so gut wie nichts. Den Händlern kommt es nur darauf an, die Rauschgiftgesetze zu umgehen.“

Die Unkenntnis über Dosierung und Wirkungsweise an sich harmloser Präparate wie Fenazepam hat bei schwedischen Konsumenten mehrfach zu lebensgefährlichen Folgen geführt. Die Behörde will nun die Notbremse ziehen und setzt auf die Einhaltung des angestrebten Verbots. Per-Åke Sandvold:

„Viele wissen genau, welche Mittel als Drogen geführt werden und welche nicht. Im Internet sieht man, dass sich Jugendliche gegenseitig informieren. Deshalb glaube ich, dass die Einstufung von Fenazepam als Rauschgift ziemlich große Wirkung haben wird.“

Das Gesundheitsministerium will in Kürze über den Verbotsantrag entscheiden.

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