Sexualität

Zehn Tage Pride-Festival in Stockholm

In Stockholm findet seit Freitag das jährliche Euro-Pride-Festival statt. Zehn Tage lang feiern Homo-, Bi- und Transsexuelle ihren Lebensstil. Doch die Angehörigen des HBT-Personenkreises finden nicht überall Verständnis. In Schweden häufen sich im Gegenteil kriminelle Übergriffe gegen Nicht-Heterosexuelle.

Nach Angaben des Rates für Verbrechensverhütung, BRÅ, hat die Zahl so genannter Hassverbrechen in den vergangenen drei Jahren um 17 Prozent zugenommen. Das Motiv der meisten Taten ist Ausländerfeindlichkeit, aber ein Fünftel richtet sich gegen Menschen, deren Sexualität die Täter als unnormal empfinden.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben von BRÅ mehr als 700 solcher Delikte angezeigt. Deshalb hat die Stockholmer Polizei aus Anlass des Pride-Festivals eine Sonderkommission damit beauftragt, Vergehen gegen sexuell Andersdenkende so rasch wie möglich aufzuklären.

Vergleichsweise harmlos ist dagegen eine durch das Festival ausgelöste stadtpolitische Kontroverse: Ein zur christlich-demokratischen Partei gehörendes Vorstandsmitglied der Stockholmer Verkehrsbetriebe SL beanstandete, dass die Stadtbusse während des Pride-Festivals mit Regenbogenflaggen fahren. Der Christdemokrat sagte, damit verstoße SL gegen die Praxis, nur an schwedischen und europäischen Feiertagen die Flaggen Schwedens und der Europäischen Union zu zeigen.   

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