Umweltschutz

Der Umwelt zuliebe: Blei-Munition soll teurer werden

Schwedische Jäger und Sportschützen müssen mit Preissteigerungen für bleihaltige Munition rechnen. Die staatliche Chemie-Überwachungsbehörde hat vorgeschlagen, Sondersteuern auf Bleigeschosse zu erheben. Damit soll die Verwendung solcher umweltschädlichen Munition verringert werden.

Hannes Borg vom Umweltministerium erinnerte im Schwedischen Rundfunk daran, dass die Diskussion über dieses Problem nicht neu ist:

„Im Wahlkampf 2006 ging es ja um ein Verbot von Blei-Munition. Damals profilierten sich die bürgerlichen Parteien mit dem Standpunkt, dass ein Verbot ungerechtfertigt wäre. Aber obwohl wir feststellten, dass es nicht genügend negative Umwelteffekte für ein Verbot gab, so verseucht doch die in der Natur herumliegende Bleimunition den Boden. Dabei haben wir doch das Ziel einer giftfreien Umwelt.“

Vor allem die mit Dutzenden kleiner Bleikugeln gefüllten Schrotpatronen für Flinten, aber auch bleihaltige Büchsenprojektile spielen bei Schwermetallvergiftungen des Bodens eine Rolle. Außerdem werden Schrotkugeln oft von Vögeln gefressen, die daran qualvoll verenden. Umwelt- und Tierschützer fordern deshalb immer wieder, Blei-Munition zu verbieten. Den jetzt bekannt gewordenen Vorschlag halten sie nicht für ausreichend. Und Hannes Borg sieht es so:

„Die Regierung betrachtet das wohl als wirksames Mittel ihrer Umweltpolitik. Man nutzt wirtschaftliche Steuerungsmöglichkeiten, sodass letztlich der Markt über die Auswirkungen auf die Umwelt entscheidet.“

Eine EU-weite Regelung der Munitionsproblematik gibt es bisher nicht. Naturschützer verweisen auf das Beispiel der Niederlande und Dänemarks. Beide EU-Länder haben die Verwendung von Bleischrot für die gesamte Jagd verboten.

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade ljud i menyn under Min lista