Gesundheitswesen

Forscher erwarten drastische Verteuerung der Krankenpflege

Auf die Schweden kommt nach neuen Berechnungen eine Explosion der Kosten für Krankenpflege zu. In einer in Stockholm veröffentlichten Forscher-Prognose heißt es, in den kommenden drei Jahrzehnten werde sich die stationäre Betreuung kranker Bürger um ein Vielfaches der heutigen Kosten verteuern.

Professor Anders Klevmarken von der Universität Uppsala ist einer der Autoren der Prognose: Er drückt es so aus:

„So wie wir das sehen, werden stationäre Behandlung und Betreuung im Jahr 2040 einen viel größeren Anteil am Steuerkuchen erfordern als heute.“

In der Prognose nennen die Forscher auch Zahlen. Sie rechnen mit einer Verteuerung der Krankenhausbehandlung um 270 Prozent. Dazu heißt es, Grund sei unter anderem die zunehmende Überalterung des schwedischen Volkes. Bis 2040 werde der Anteil der über 65jährigen von zurzeit einem Sechstel auf ein Viertel der Bevölkerung anwachsen. Um die steigenden Kosten  abfangen zu können, seien drastische Steuererhöhungen unumgänglich.

Doch nach Klevmarkens Ansicht ist auch eine andere Lösung denkbar:

„Wenn wir die Gesundheit allgemein verbessern, dann sinkt der Bedarf an Behandlung und Betreuung. Außerdem können die Menschen länger arbeiten, und damit steigt auch das Steueraufkommen.“

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