Arbeitsmarkt

Arbeitsplatzgarantie für junge Leute funktioniert nicht

Bei ihrem Amtsantritt Ende 2006 versprach die Regierung Reinfeldt, sie werde den jungen Bürgern den Eintritt ins Arbeitsleben erleichtern. Im Jahr darauf wurde eine „jobbgaranti för unga“ verkündet, also eine Arbeitsplatzgarantie für junge Leute. Doch der versprochene Erfolg blieb aus.

Die 20jährige Hanna Landström aus Luleå ist eine der Betroffenen. Im Schwedischen Rundfunk sagte sie, wie es tatsächlich ist:

„Es gibt keine Anstellungsgarantie, obwohl es sich so anhört. Man sucht und sucht, und man verliert die Hoffnung. Und irgendwann kann man nicht weitersuchen, es geht einfach nicht.“

Ingela Söderman vom Zentralen Arbeitsamt kann die Enttäuschung der jungen Nordschwedin nachvollziehen:

„Das verstehe ich. Man fühlt sich in die Irre geführt, weil man glaubt, dass es eine Garantie gibt. Aber es ist immer noch so, dass der Arbeitgeber über die Anstellung entscheidet.“

Im Juni waren in Schweden 240 000 Arbeitslose im Alter zwischen 16 und 24 Jahren registriert. Viele von ihnen vertrauten wie Hanna Landström vergeblich auf die Arbeitsplatzgarantie der Regierung. Doch nur knapp ein Drittel derjenigen, die sich bei den Arbeitsämtern auf diese Garantie beriefen, bekam eine Stellung.

Eva Uddén Sonnegård vom Arbeitsmarktsministerium sieht die Entwicklung trotzdem positiv:

„Ich finde, das ist eine sehr gute Zahl. Man muss bedenken, dass diese Garantie noch nicht einmal ein ganzes Jahr lang funktioniert.“

Und sie verspricht, dass die Regierung mehr für junge Stellungssuchende tun will:

„Wir haben die Arbeitgeberabgaben für diese Gruppe schon gesenkt und werden sie weiter senken. Damit sind diese Abgaben in Zukunft um 17 Prozent niedriger, wenn man junge Leute einstellt.“

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