Verkehr

Führerschein für Euro-Mopeds geplant

Die Verkehrsbehörden sind über eine steigende Zahl von Moped-Unfällen beunruhigt. Jüngste Statistiken belegen, dass an den meisten dieser Unfälle so genannte EU-Mopeds beteiligt sind, die mit einer zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern ohne Führerschein gefahren werden dürfen. Viele junge Fahrer sind mit diesen Zweirädern überfordert, zumal die tatsächlichen Höchstgeschwindigkeiten oft weit über Tempo 50 liegen. Die Regierung plant deshalb, abweichend von der EU-Regelung einen Führerschein für Euro-Mopeds einzuführen.

Verkehrsministerin Åsa Torstensson sagte im Schwedischen Rundfunk:

„Es ist gut, dass wir jetzt die Bedingungen für das Fahren mit EU-Mopeds verschärfen. Man bekommt Fahrstunden und eine gediegene Ausbildung. Außerdem kann die Erlaubnis zum Erlangen des Führerscheins widerrufen werden. Das bedeutet, dass mit dem Führerschein mehr Druck auf die Mopedfahrer ausgeübt wird.“

Die Ministerin stellte klar, dass sie das Mindestalter von 15 Jahren für Mopedfahrer nicht ändern will:

„Die EU hat das Alter von 16 Jahren als Richtwert genannt. Jedes Land setzt die Direktive nach eigenem Ermessen in Kraft. Wir halten am Mindestalter von 15 Jahren fest. In Schweden sind die Entfernungen groß, und ich räume der Bewegungsfreiheit der Jugendlichen Vorrang ein. Zugleich sorgen wir dafür, dass die jungen Fahrer sicherer werden.“

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Du hittar dina sparade ljud i menyn under Min lista