Bankwesen

Islamische Bank drängt nach Schweden

Die erste für Muslime in Europa gegründete Bank, die Islamic Bank of Britain, will jetzt auch Filialen in Schweden eröffnen. Seit dem Start in Großbritannien vor vier Jahren ist die Zahl der muslimischen Kunden auf 60 000 angewachsen. Shaher Abbas, einer der Betreiber der Bank, sieht das als Ansporn, die Tätigkeit auf andere europäische Länder auszudehnen.

Im Schwedischen Rundfunk bestätigte Abbas die Pläne:

„Wir stehen seit einer ganzen Weile mit den schwedischen Behörden in Verbindung. Jetzt müssen wir die nächsten Schritte vorbereiten.“

Das Erfolgsgeheimnis der islamischen Bank sehen Finanzexperten vor allem darin, dass das Institut den religiösen Sharia-Gesetzen folgt. Danach darf die Bank keine Schuldzinsen berechnen.

Eine der Kundinnen betont denn auch:

„Wenn man an seine Religion glaubt, dann gibt es eine starke Verbindung.“

Die Zinsenproblematik umgeht die islamische Bank auf ihre Weise. Abbas erläutert das Prinzip am Beispiel eines Darlehens für den Kauf eines Hauses:

„Die Bank und der Kunde werden Partner und erwerben das Objekt gemeinsam. Dann vermietet die Bank ihren Anteil an den Kunden, der nun monatlich zwei Beträge zahlt: einen für Miete und eine Rate zum Kauf des Bankanteils am Haus. Nach Ablauf des Darlehens gehört das Haus dem Kunden.“

Die schwedische Bankaufsicht hat zu den Plänen der islamischen Bankiers bisher nicht Stellung genommen. Shaher Abbas ist dennoch zuversichtlich:

„Wir hoffen, in Zukunft sehr groß zu werden, so Gott will.“

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