Kriegsverbrechen

Bildt bestreitet westliche Zusagen an Karadzic

„So eine Abmachung hat es nie gegeben.“

Mit diesen Worten wies Schwedens Außenminister Carl Bildt am Freitag die Darstellung des als Kriegsverbrecher angeklagten bosnischen Serbenführers Radovan Karadzic zurück, ihm sei während des Balkankrieges von westlicher Seite Straffreiheit versprochen worden, falls er seine Führungsrolle aufgebe.

Bildt, der sich während des Balkankrieges 1995 als EU-Vermittler um eine Friedenslösung bemüht hatte, betonte im Schwedischen Rundfunk:

„Es gab keinerlei Bestrebungen, die Anklage gegen Karadzic fallen zu lassen. Der amerikanische Unterhändler Richard Holbrooke und ich traten damals aktiv für einen NATO-Einsatz zur Ergreifung von Karadzic ein.“

Dass es dazu nicht kam, lag nach Ansicht von Bildt am zuvor missglückten Militäreinsatz der USA in Somalia, bei dem 18 amerikanische Soldaten getötet wurden:

„Ich glaube, dass das Mogadischu-Syndrom Karadzic in diesen Jahren gerettet hat.“

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