Wirtschaft

Konjunktur kühlt rascher als erwartet ab

Die schwedische Konjunktur hat sich deutlicher als erwartet abgeschwächt. Nach Angaben des Statistischen Zentralamts nahm das Brutto-Nationalprodukt im zweiten Quartal um 0,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zu. Die Wachstums-Prognose der Wirtschaftsexperten hatte bei zwei Prozent gelegen. Die neuen Werte entsprechen dem Konjunkturtief von 2001.

Mats Dillén, Direktor des Stockholmer Konjunktur-Instituts, sieht nun Probleme für die Geldpolitik der schwedischen Reichsbank:

„Diese Statistik allein sollte eher gegen eine neue Erhöhung der Leitzinsen sprechen, aber zugleich steigen die Inflationserwartungen. Die Entwicklung geht also in verschiedene Richtungen, was den Kurs der Reichsbank betrifft.“

Die schwedische Inflationsrate liegt zurzeit bei 4,3 Prozent. Sie ist damit höher als der Durchschnitt in den EU-Ländern mit der Euro-Währung.

Die Einschätzung des Konjunkturexperten Dillén:

„Die Lage ist kompliziert.“

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