FLÜCHTLINGSPOLITIK

Weniger Asylbewerber, aber längere Wartezeiten

Die Zahl von Asylbewerbern in Schweden ist weiter zurückgegangen. Dies zeigen jüngste Statistiken des Einwanderungsamtes. Da mehr Personen abschlägig beschieden werden und in Berufung gehen, ist die Bearbeitungszeit der Asylgesuche durch die Einwanderungsgerichte gleichzeitig gestiegen.

Laut früheren Prognosen hatte das Einwanderungsamt für dieses Jahr mit 30.000 Asylbewerbern gerechnet. Nun habe man diese Zahl auf 25.000 zurückgeschraubt, sagte Krister Isaksson von der Abteilung Planung und Analyse beim Einwanderungsamt.

“Die Selbständigkeit des Kosovo hat keine wesentlichen Migrationsbewegungen aus dem Kosovo oder aus Serbien mit sich gebracht, die Situation im Irak hat sich zumindest nicht verschlechtert, sondern ist stabil geblieben. Zwar gibt es andere Unruheherde, aber insgesamt schätzen wir die Situation so ein, dass wir die Prognose etwas zurücknehmen können“, sagte Isaksson.

Zurückgegangen ist vor allem die Zahl der Asylbewerber aus dem Irak. Darüber hinaus wird weniger Irakern als in den Jahren zuvor in Schweden Asyl bewilligt. Im vergangenen Jahr hatte Schweden mehr Iraker aufgenommen als sämtliche andere EU-Länder zusammen.

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