Abgestorbene Böden

"Das größte Umweltproblem der Meere"

Rund 400 Meeresböden sind derartig sauerstoffarm, dass Fische und Pflanzen absterben. Das geht aus einer am Freitag in der Zeitung Science veröffentlichten Studie schwedischer und amerikanischer Forscher hervor. Demnach breite sich die gesamte Fläche abgestorbener Meeresböden seit den 60er Jahren dramatisch aus und sei inzwischen so groß wie Großbritannien. Als Erklärung für das Phänomen nennt die Studie vor allem einen Verursacher: Den Menschen.

Straßenverkehr, Abwässer aus privaten Haushalten und die Auswaschung der landwirtschaftlicher Böden verschmutzten die Meere immens, sagt der schwedische Meeresbiologe und Autor der Studie, Rosenberg, im schwedischen Rundfunk. So gelangten Stickstoff und Phosphor in die Meere und für die hier lebenden Pflanzen Nahrung darstellten.

Sauerstoffmangel lässt Meere umkippen

Mehr Pflanzen führe zu mehr Nahrung für Meerestiere. Deren Ausscheidungen würden zu Boden fallen und hier von Bakterien abgebaut werden. Dieser Vorgang verbrauche Sauerstoff - der Meeresboden werde in Folge des Sauerstoffmangels unbelebbar und sterbe ab.

Davon sei auch die Ostsee betroffen, sagte Rosenberg. Die Ostsee habe die größte bekannte Oberfläche der ganzen Welt. Tote Böden nannte er ”das größte Umweltproblem der Meere”.

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