Irak
EINWANDERUNG

Einwanderungsamt mutmaβt Betrug

Die Einwanderungsbehörde hat den Verdacht geäuβert, dass einige hundert Iraker zum Schein in Schweden Asylanträge stellen, um finanzielle Vorteile zu erlangen. In einem Schreiben der Behörde an das Justizministerium heiβt es, die Iraker suchten „nicht Asyl, um in Schweden bleiben zu können, sondern um finanzielle Beihilfen zu erhalten“.

„Wir wollen Möglichkeiten verhindern, das System auszunutzen. Wenn wir eine solche, auch nur schwache, Tendenz wahrnehmen, müssen wir dafür sorgen, dass sie nicht stärker wird“, sagte Caroline Henjered, Leiterin der Asylabteilung der Einwanderungsbehörde, im Schwedischen Rundfunk.

Schweden hatte im vergangenen Jahr rückkehrwilligen Irakern eine Beihilfe von umgerechnet 2150 Euro pro Person sowie maximal 5400 Euro pro Familie für die Erleichterung des Neustarts im Irak zugesichert. Zum Erhalt der Beihilfe sind auch Personen berechtigt, die ihren Asylantrag zurückziehen. Ein groβer Teil der Personen, die die Beihilfe bisher in diesem Jahr erhalten haben, hat laut Angaben der Behörde den Asylantrag nach teils kurzer Zeit zurückgezogen. Von den insgesamt 685 Beziehern der Beihilfe betrifft dies 385. (ar)

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