11. September

Säpo: Schweden nicht bedroht

Die terroristische Gefahr hat sich in den sieben Jahren nach den Anschlägen auf das World Trade Center nach Nordeuropa verschoben. Zu diesem Schluss kommt die Geheimpolizei Säpo. Selbst beim südlichen Nachbarn Dänemark gebe es bereits ein Feindbild, wie die Karikaturen-Krise gezeigt habe, sagte Chefanalytikerin Malena Rembe im Schwedischen Rundfunk.

In Schweden dagegen gebe es keine terroristische Bedrohung. „Schweden genießt traditionell ein hohes Ansehen in muslimischen Teilen der Welt. Zum einen weil wir viele Einwanderer aufnehmen, zum anderen weil wir als neutraler Akteur auf der internationalen Bühne gelten. Und als hier die Mohammed-Krise losbrach, hatten wir eine Lehre daraus gezogen, wie man es nicht machen sollte.“

Bei der schwedischen Karikaturen-Krise vor einem Jahr ging es um die Gestaltung einer Hundeskulptur, die in einem Straßenkreisel aufgestellt werden sollte. Der Künstler wollte einen Hund und den Propheten Mohammed in einer Figur darstellen. Auf die Empörung vieler gläubiger Muslime reagierte Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt mit diplomatischer Beschwichtigung.