RAUBTIERPOLITIK

Mehr Mittel für Schadenersatz

Die Regierung will mehr Mittel bereitstellen, um Tierhalter für von Raubtieren verursachte Verluste zu entschädigen. Dies berichtet der Schwedische Rundfunk. Der kommende Haushalt wird nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums insgesamt umgerechnet 12 Millionen Euro für diesen Zweck zur Verfügung stellen.

Die Zahl der geschützten Raubtiere sei in Schweden in jüngster Zeit markant gestiegen, sagte Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson. Es sei wichtig, bei allen Bevölkerungsgruppen um Toleranz für diese Entwicklung zu appellieren.

„Ich halte es für gut, wenn wir in der schwedischen Fauna Tiere haben, die in unserem Land eine angestammte Heimat haben”, sagte Erlandsson. „Daher müssen jene Gruppen, die von den Wildtieren geschädigt werden, auf irgendeine Weise dafür kompensiert werden.“

Besonders betroffen von Wildschäden sind neben den Rentierzüchtern in Nordschweden die Fischer. So hätten sich die Robben in den vergangenen Jahren nahezu explosionsartig vermehr, sagte der Minister. Die Robben sorgen nicht allein durch ihre Ernährung mit Fischen für Verluste bei den Berufsfischern. Großen Schaden richten sie auch mit dem Durchnagen von Netzen an.

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