Asylpolitik

Proteste gegen verschärfte Asylpraxis

Die verschärfte Asylpraxis der schwedischen Migrationsbehörde stößt auf wachsende Kritik. Die Kinderpsychiaterin Lotta Beskow rief jetzt in einem Schreiben an alle Kollegen im Lande zu Protesten gegen die zunehmende Verweigerung von Asyl für Flüchtlingskinder auf.

Lotta Beskow, die im südschwedischen Simrishamn ausländische Kinder und Jugendliche betreut, nannte im Schwedischen Rundfunk den Fall eines 17jährigen Flüchtlings aus dem Irak:

„Dieser Junge ist Vollwaise und hat Selbstmordgedanken. Das Migrationsgericht meint, dass das Selbstmordrisiko bei ihm nicht sonderlich hoch ist, weil er bisher nicht versucht hat, sich das Leben zu nehmen. Ich finde, das ist ein ziemlich zynisches Argument.“

Im Zuge der verschärften Asylbestimmungen hat die Einwanderungsbehörde in den ersten acht Monaten dieses Jahres 230 Flüchtlingskindern ohne Angehörige das Bleiberecht verweigert. Im gesamten Vorjahr lag die Zahl der Ablehnungen noch bei einhundert.

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