Kameraüberwachung an Schulen meist gesetzeswidrig

Überwachungskameras in schwedischen Schulen sollen in Zukunft verboten werden. Das staatliche Datenschutzamt hat nach einer Untersuchung an sieben Schulen beschlossen, den gesetzeswidrigen Einsatz von Überwachungskameras während des Tages nicht länger zuzulassen. Für die Installation von Kameras innerhalb des Schulgebäudes gelten bestimmte Datenschutzgesetze, was den Schulen nicht immer bekannt sei, so der Chef des Datenschutzamtes, Göran Gräslund.

Gräslund sorgt sich vor allem um die Integrität der Schüler: „Ich glaube, man stumpft ab, wenn ständig eine Kamera auf einen gerichtet ist. Man ist sich nicht mehr bewusst, dass man überwacht wird. Und da wird die Überwachung selbstverständlicher als sie eigentlich sein dürfte.“

Laut Angaben des Datenschutzamtes hat jede fünfte schwedische Schule heutzutage Kameras installiert, die die Schüler überwachen. Vor drei Jahren war es noch jede zehnte Schule.

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