Die Vorsitzende der Grünen, Maria Wetterstrand, hat sich durchgesetzt
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Grüne geben Forderung nach EU-Austritt auf

Die Umweltpartei hat sich von einer ihrer zentralen Forderungen getrennt. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, will die Partei nicht länger daran festhalten, dass Schweden aus der EU austreten solle. Einer parteiinternen Umfrage unter den Mitgliedern zufolge ist eine Mehrheit von rund 55 Prozent dafür, die Forderung aufzugeben. 44 Prozent stimmten gegen den Vorschlag.

Die Grünen-Vorsitzende Maria Wetterstrand begrüßte das Ergebnis: „Für mich wird es künftig leichter. Wenn ich auf Unionsebene unterschiedliche Beschlüsse aus umweltpolitischer Sicht kritisiert habe, kam oft die Antwort, warum man überhaupt zuhören solle, wir wollten doch eh aussteigen.“

Linkspartei fordet allein weiter den Austritt

Für die Parteienlandschaft bedeutet das Ergebnis, dass nur noch die Linkspartei am EU-Austritt festhält.

Es ist nicht auszuschließen, dass sich die Entscheidung in dieser wichtigen Frage auch auf die Zusammenarbeit innerhalb der Opposition auswirken wird. Erst kürzlich gaben die Sozialdemokraten bekannt, dass sie im Falle eines Wahlsieges in zwei Jahren eine Koalition anstreben. Als erster Wunschpartner galt in jüngster Zeit stets die Umweltpartei.

Die Linkspartei, die genau wie die Grünen stiller Partner in der Minderheitsregierung Persson war, ist in den Gesprächen über mögliche Koalitionen ins Hintertreffen geraten. Im Schwedischen Rundfunk sagte der Vorsitzende der Linkspartei, Lars Ohly: „Wenn wir die einzigen in dieser Frage sind, bekommen wir natürlich mehr Raum für Diskussion, aber im Grunde ist die Entscheidung betrüblich.“

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