Finanzkrise

Keine schwedische Hilfe für europäische Banken

Die Finanzminister der fünfzehn Euroländer haben sich bei ihrem Treffen in Luxemburg darauf verständigt, das finanzielle System bestmöglich abzusichern. Dass es auch künftig Rettungsaktionen für einzelne Banken geben solle, stieß in Schweden auf wenig Gegenliebe.

Im Schwedischen Fernsehen sagte Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt: „Eine schlecht geführte Bank vor dem Bankrott kann vielleicht nicht in jedem Fall gerettet werden. Es kann nicht sein, dass der Ausgangspunkt nur die einzelne Bank ist. Die Frage ist doch eher, wie man das Ganze unter Kontrolle bekommt, so dass nicht das gesamte finanzielle System in Mitleidenschaft gezogen wird und plötzlich auch Banken betroffen sind, die wie die schwedischen sehr gut dastehen.“

”Die Gelder der schwedischen Sparer sind unantastbar”

Reinfeldt unterstützte die unter anderem von Frankreich und Deutschland gefassten Pläne vom vergangenen Wochenende, wonach es künftig eine bessere Bankenaufsicht geben und Bonusprogrammen in der heutigen Form der Riegel vorgeschoben werden müsse.

Gleichzeitig betonte Reinfeldt, dass sich der schwedische Steuerzahler keine Sorgen machen müsse: „Ich halte es für ausgeschlossen, mich an die Steuerzahler zu wenden und zu sagen: wir haben fleißig gespart und die Staatsverschuldung gesenkt, nur um damit andere Banken vor dem Konkurs zu bewahren, die ihre Arbeit vernachlässigt haben. Die Gelder der schwedischen Sparer sind sicher. Aber natürlich brauchen wir eine gemeinsame Strategie, um das Vertrauen in die Finanzsysteme wieder zu gewinnen.“

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