Homo-Ehe

Opposition schlägt Gesetz zur Eheschließung Homosexueller vor

In einem gemeinsamen Vorstoß haben sich die Sozialdemokraten, die Grünen und die Linkspartei für ein neues Gesetz stark gemacht, das die Ehe gleichgeschlechtlicher Paare regeln soll. Das berichtet der Schwedische Rundfunk. Bislang gibt es in Schweden nur die Möglichkeit einer eingetragenen Partnerschaft.

Der Vorsitzende des Verbands für Sexuelle Aufklärung, Sören Juvas, begrüßte den Vorstoß der Opposition. Gegenüber Sveriges Radio International sagte er: „Diese Frage ist für uns zentral. Vor dem Gesetz sollen alle gleich sein, aber so ist es heute nicht. Wir finden nicht, dass die Regierung bislang eine gute Handhabe in dieser Frage hatte. Je länger sich alles hinzieht, desto mehr Menschen müssen mit ihrer Heirat warten. Warum es so lange dauert, ein entsprechendes Gesetz auf den Weg zu bringen, ist mir ein Rätsel.“

Homo-Ehe ist Zankapfel innerhalb der Koalition

Die bürgerliche Regierung ihrerseits hatte zuvor bereits angekündigt, dass sie einen entsprechenden Gesetzesvorschlag vor Jahresende unterbreiten wolle. Allerdings ist die Koalition in dieser Frage uneins. Die Christdemokraten halten bislang als einzige Partei daran fest, dass eine Eheschließung heterosexuellen Paaren vorbehalten bleiben sollte. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Sifo vom Januar dieses Jahres zufolge ist eine Mehrheit von 71 Prozent der Schweden für die Einführung der Homo-Ehe.

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