Auf dem Weg in die Lagerhalle?
Fahrzeugindustrie

Weitere 3.000 Kündigungen bei Volvo

Die Kündigungswelle beim Fahrzeughersteller Volvo rollt weiter. Wie das Unternehmen am Mittwochmorgen mitteilte, müsste vermutlich weiteren 3.000 Angestellten in der Personenwagensparte gekündigt werden, darunter 2.000 Arbeiter und 700 Angestellte in Schweden.

Der Chef der Pkw-Sparte, Stephen Odell, sagte im Schwedischen Rundfunk: „Die überbrachte Nachricht ist schrecklich, und der Beschluss wird sich natürlich auf die gesamte Region auswirken. Ich halte es für sehr wichtig – und habe dafür entsprechende Anzeichen erhalten -, dass wir von der Regionalregierung unterstützt werden, aber auch von der Zentralregierung, um die Folgen abzufedern.“

Volvo schreibt seit Langem rote Zahlen
Finanzmarktminister Mats Odell sagte der Nachrichtenagentur TT, dass die jetzt angekündigte Rosskur das einzige Mittel sei, um Volvos Existenz in Göteborg zu sichern.

Aufgrund eines einbrechenden Marktes hatte das Unternehmen bereits im Juni angekündigt, dass 1.200 Arbeiter überzählig seien. Auch sollten die Verträge mit 500 Beratern nicht verlängert werden. Erst kürzlich erfasste die Kündigungswelle weitere 900 Mitarbeiter.

Sinkender Verkauf
Allein im ersten Halbjahr hat die Personenwagensparte mehr als 160 Millionen Euro Verlust eingefahren. Zwischen Januar und August brachen die Verkaufszahlen um zwölf Prozent ein. Im September dann sackte der Verkauf auf dem wichtigen US-Markt um die Hälfte ab.

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